Alle Neune

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Patricks Weg zum Titel ging über Hin-, Rück- und Entscheidungskampf (0:14; 14:0, 14:0)

Fighting Team räumt bei SEM 2013 ab

Tief Christian hält Sachsen fest im Griff. Sieben Uhr Abfahrt, Minus fünf Grad, windig. Durchzählen, kurze Diskussion. Vier Autos genügen. Aufsitzen und los. Trotz eines Schneepflugs, der sich beharrlich nicht überholen lassen will, sind wir kurz nach Acht in Zwickau. Verzögerungen zu Beginn sind leider eher die Regel als die Ausnahme. Diesmal fast zwei Stunden , denn das Computerprogramm hatte ganz neue Gewichtsklassen anzubieten. Herr gib Gelassenheit.

Vier Duos sind am Start. Das ist immerhin ein Anfang, obschon ich mir im Heimatverein des Landestrainers Duo mehr erhofft hätte. Mal sehen, ob wir da künftig nicht doch mal mitmischen. Ne Waza wurde wohl etwas missverstanden. Bis auf eine Seniorenklasse, in der zumindest erkennbar wurde, wo die Reise hingehen könnte, waren das recht unambitionierte Bodenkämpfe im Kinderbereich. Nicht meine Wiese. Aber wir behalten das im Auge und unser „Ground Worker“ Albert wird in diesem Jahr auch auf Ne Waza Turnieren starten.

Dann endlich läuft es. Und wie es läuft. Bei überschaubaren achtzig Teilnehmern, für die SEM gar nicht schlecht, schreitet der Wettkampf zügig voran. Bald steht fest, diese SEM wird ein großer Erfolg für das Fighting Team des SV Groitzsch. Alle waren in Topform, alle waren hochmotiviert und gaben ihr bestes. Der Erfolg war am Ende maximal. 16 Athleten in neun Gewichts- und Altersklassen, 16 Medaillen und neun sächsische Meistertitel. Nicht eine Platzierung wurde an andere Vereine abgegeben, denn der einzige abgegebene Kampf darf nicht zählen. Bei einer Nachkontrolle stellte sich heraus, dass eine Kämpferin, die für den Ausrichter antrat, 16 Kilo zu leicht gewogen wurde. Schwer nachvollziehbar. Dies und die erhebliche Prellung, die Melissa nach ihrem  Kampf gegen Emily sogar eine Freifahrt mit dem Rettungsdienst einbrachte, waren die einzigen Wermutstropfen an diesem Samstag.

Damit haben sich alle unsere U15 und U18er für die GEMO am 4. Mai in Berlin qualifiziert. Glückwunsch

Ranze kloppe

Günterund Tommi

Trainer des SV Groitzsch bei JuJutsu Akademie in Zeitz

Mal wieder ein Wochenende Leute treffen, gemeinsam Spaß haben und ganz nebenbei frischen Input für das eigene Training bekommen. Das ist so ungefähr der Plan, wenn man zur JJ Akademie nach Zeitz fährt.

Harald, Ingo, Stephan, Tilman und ich machten uns also auf den Weg. So unterschiedlich wie unsere Trainingsziele waren auch die Angebote. Tilman wollte dabei gleich ein Modul der Trainer C Ausbildung erledigen. Kein Problem.

Leute treffen funktionierte schon mal prima. Unter den 120 Teilnehmern waren jede Menge gute Sportsfreunde, darunter auch solche, die ich selten sehe, weil sie nicht auf Wettkämpfen unterwegs sind. Doch nun zum Lehrgang. Anderthalb Tage JJ auf hohem Niveau, blaue Flecken und Muskelkater inklusive. So soll es sein. Es gab Workshops zu Rückenschule, Kata, Duo, SV und vielem mehr. Meine Auswahl führte mich zweimal zu Matthias Huber. Das Motivationsass vom Bundeslehrteam zeigte interessante Ansätze für das Wurftraining. Toll gemacht, eins zu eins umsetzbar für unser Training. Die Methode lässt sich für viele Würfe adaptieren. Das war der perfekte Einstieg. Die zweite Einheit gab neue Ideen für das Krafttraining. Da konnte man ordentlich Dampf ablassen und einige der Übungen werden bestimmt bei uns auftauchen.

Ne Waza mit Mourad Benabdallah stand als nächstes an. Klar, bei Mourad sieht das alles ganz einfach aus. Schon bei der Gymnastik wurden mir meine Grenzen unangenehm deutlich bewusst. Aber verblüffenderweise waren dann einige Techniken tatsächlich ganz einfach, auch wenn sie gar nicht so aussahen. Die richtige Idee ist mitunter die halbe Miete.

Dirk und Günter legten ihre Einheit zusammen. Dabei kamen einige schöne Ideen für das Training im Part I raus. Klar wurde aber auch, dass Wettkampf und SV ganz unterschiedliche Technikansätze benötigen. Hammerfaust und Lowkick sind sehr effektiv, führen aber im Wettkampf schnell zur Disqualifikation.

Am Sonntagmorgen kam noch mal so richtig Spaß auf. Günter Beier war uns ja schon aus Leinefelde bekannt. Der urige SV Spezialist aus Heidelberg steckt mit seiner guten Laune einfach an. Ranze kloppe hieß eine der Übungen und der Name taugt als Überschrift für die ganze Einheit. Das Prinzip ist ganz einfach. Setzt dich physisch und psychisch unter Stress und schau, was dann noch geht. Das taugt dann auch für die SV. Da wurde geschlagen, getreten und gezwickt, da wurde die Kondition beansprucht und das Gleichgewicht irritiert, da wurde geschubst und geschrieen, da wurde ausprobiert, was ein Muskel abkann. Um zu verstehen, dass das Spaß macht, muss man es ausprobieren. Tilman nutzte die Gelegenheit auch gleich, seinem alten Herrn gehörig auf den Pelz zu geben. Wart’s ab Freundchen!

Während Tilman sich noch mal richtig bei Matze auspowerte, habe ich zum Abschluss noch SV bei Joe Jutsu Thumfahrt ausprobiert. Technisch war das nicht neu aber es machte doch Spaß, in gespielten Szenarien mal so richtig die Sau rauszulassen.

Resümee: Das Wochenende hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Freunde getroffen, Spaß gehabt, hart trainiert und viel gelernt  für das eigene JJ und für unsere Trainingsgruppen.

So sollte es sein und so war es auch. Dem Veranstalter sei gedankt

Bernau 2013

Am 13.April ist Vereinsturnier in Bernau. Ziel ist, möglichst komplett anzurücken. Ingo hat zugesagt, bei der LEM in Sachsen-Anhalt zu schiedsen. Ich brauche also Unterstüzung seitens der Eltern. Bitte lasst mich wissen, wer mitkommen kann (und will) und wer bereit ist zu fahren.

PdP 2013

Girls Day. Nicht, dass die Jungs nicht geliefert hätten. Nein, da war alles im grünen Bereich. Aber für Begeisterung haben die Mädels gesorgt. Doch nun der Reihe nach.

Freitagabend Waage. Das ist Routine. Zeitz ist nah, Pässe und Gewichte sind in Ordnung. Wir kamen gleich an die Reihe und ich musste mich beeilen, damit ich draussen bin, ehe die Mädchen alle in Unterwäsche dastehen. Denn Jana gab die Devise aus: „je weniger desto besser“. Das ging wie’s Brezelbacken und sogar unsere beiden Boliden konnten wir über das Gewicht auseinander halten.

Samstagmorgen daher entspannte Anreise, acht Uhr am Dojo war früh genug. Bis die Auslosungen standen und wir auf JJ Web zugreifen konnten, verging  doch etwas Zeit. Aber dann lief es. Die von uns besetzten Klassen fielen fast alle auf die ersten Stunden. Zum Glück waren Tilman und Leo noch nicht gleich dran. Tom war auch mit. Also genug Coaches um alle zu betreuen. Insgesamt 250 Sportler gingen an den Start. Hohes Niveau in den meisten Klassen. Der PdP wird, nachdem in diesem Jahr schon die Kodokan Open ausfiel und die German Open in den Sternen stehen,  mehr und mehr zu einem der wichtigen Turniere für die Standortbestimmung. Soviel sei verraten, gemessen an Größe und Mitgliederzahl, können wir uns sehen lassen.

Doppelpool in der U10, -32. Mario war bis zum Finale klar Chef im Ring und musste sich erst dort Nino Schade vom PSV Basdorf geschlagen geben. Tolle Leistung. Ebenso lief es bei Linus, der sein erstes Jahr in der U12 bestreitet. Kein Problem für Linus. Im Finale unterlag er dann Nicolas Mogge. Keine Schande, denn der hat bewiesen, dass Talent und Trainingsfleiss in der Familie liegen. Alex, ebenfalls neu in der U15, liess sich den Schneid auch nicht abkaufen. Erst im Finale unterlag er dem älteren und erfahreneren Philip Nguyen vom PSV Basdorf. Johannes setzte sich in der Trostrunde durch und errang Bronze. Gleiches Bild in der U15, -55. Max setzte sich in guter Form klar durch und traf im Finale auf den ebenfalls sehr routinierten Nikola Angelovski aus Hanau, dem er die Goldmedaille überlassen musste. Bei den großen Jungs ein durchwachsenes Bild. Leo neu in U18, -81, konnte nicht wie er wollte. Die Schulter machte Probleme. Ich hätte schon im Hinkampf abgebrochen. Leo hielt durch. Den Rückkampf konnten wir ihm ausreden. Gute Besserung. Tilman und Patrick in der U18, -73 in verschiedenen Pools. Tilman verlor den ersten Kampf gegen Patrick Sagorski 11:11 wegen eines Ippons. Knapper geht’s nicht. Damit leider nur Bronze nachdem der zweite Kampf mit technischer Überlegenheit gewonnnen war. Da ist mehr drin und man darf gespannt sein, was das Jahr noch bringt.

Und nun zu den Mädels. Drei von unseren Fünf waren in der U15, -52. Jana, Emily und Melissa. Wir ahnten vom Training, dass die drei sich das Podest teilen würden. Die Frage war eigentlich nur wie. Die Überraschung des Tages kam von Melissa. Der PdP ist eigentlich kein Debütantinnenball. Aber was Melissa hier zeigte, war beeindruckend. Der Kampfgeist und die Klarheit, mit der sie auftrat liessen vergessen, dass das Technikrepertoire noch bescheiden ist. So konnte sie Jana, die sich diesmal mit Bronze begnügen musste, die entscheidenden Punkte abnehmen und fand sich gegen Emily im Finale wieder. Die hatte ihre Gegnerinnen klar dominiert und liess sich auch von der Vereinskameradin die Goldmedaille nicht mehr streitig machen. Dieses Triumvirat kann sich gegenseitig zu Spitzenleistungen bringen.

Resümée; das Team ist in guter Form. Die Altersklassenwechsel sind ebenso geglückt, wie die Neueinstiege. Die vielen Silbermedaillen gehen für dieses Mal in Ordnung. Aber da geht noch was. Diese Saison wird interessant.