Sachsencup 2013

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Der Sachsencup war schon seit Jahren ein Sorgenkind des SJJV. Nachdem letztes Jahr abgesagt, ging er dieses Jahr wieder nach Groitzsch, für uns eher eine organisatorische als kämpferische Herausforderung. Leider war die neue Sporthalle belegt, so dass wir auf die Gymnasiumshalle ausweichen mussten. Das hieß vorallem: Freitagabend: Matten schleppen, Samstagnachmittag: Matten schleppen und Samstagabend: Matten schleppen. An diese Stelle vielen Dank an alle Freiwilligen. Nachdem das mit den Matten geklärt war konnte der eigentliche Wettkampf losgehen. Erstaunlich pünktlich um 10 wurden der erste und einzige Duokampf eröffnet. Das war eine eher überschaubare und schnelle Angelegenheit. Auch die Fighting-Kämpfe liefen langsam an. Hier lieferten wir erwartungsgemäß eine gute Vorstellung. Leo als einziger Coach war am Rotieren konnte die Situation aber meistern. Bei 50 Teilnehmern war der Sachsencup im Vergleich zum Vorjahr (2 Meldungen) recht gut besucht. Vereinsinterne und Klassen mit nur 2 Fightern ließen sich trotzdem nicht verhindern.

Hier ein kurzer Überblick über die Kämpfe:

Jana, Valentine und Emily starteten alle in der gleichen Klasse. 3 gute Kämpferinnen die einander nicht viel gaben. Valentine verlor leider 2-mal und wurde Dritte. Emily und Jana waren absolut gleichauf. Nach 2 Minuten sollte die Verlängerung, ½ Minute, die Entscheidung bringen. Tat sie nicht! In der zweiten Verlängerung konnte Jana schließlich durch einen Wurf gewinnen. Max kämpfte in einer Klasse mit noch einem Jungen die mit einem weiteren Mädchen zusammengelegt wurde. Max gewann souverän alle Kämpfe. Albert kämpfte erneut gegen Mathias. Nach dem 1:1 unentschieden vom Nikolausturnier wollten natürlich beide dieses Mal nicht verlieren. Albert konnte durch Punkte auf einen schönen Fußtritt im Part I den ersten Kampf für sich entscheiden. Der Rückkampf fiel aufgrund eines Asthmaanfalls leider aus. Alex, Johannes und Stefan waren in der mit 5 Kämpfern zahlenmäßig stärksten Klasse durchaus fähig sich durchzusetzen. Alex schaffte es auf den ersten Platz, Johannes auf den Zweiten und Stefan auf den Dritten, ein ganzes Treppchen voller Groitzscher. Mario erreichte in einer Klasse von drei Leuten den zweiten Platz. Er verlor einen Kampf bei Führung 14:0. Den letzten Ippon hätte man auch anders sehen können. Schade, nächstes Mal. Linus gewann Hin- und Rückkampf gegen Franz, souverän aber nicht um Welten besser. Vivienne gewann 2-mal gegen ein zugebenermaßen etwas kleineres Mädchen. Bei Patrick reichte es für den dritten Platz. Leo und Tilman, eigentlich in der gleichen Klasse wollten diese Begegnung vermeiden. Tilman startete in der u21 und gewann dort zweimal gegen seinen Gegner. Auch Leo gewann Hin- und Rückkampf. Beide punkteten schön aber nicht so konstant und häufig wie gewohnt. Sie hatten mit den höheren Klassen zu tun. Leo mit den 3 statt 2 Minuten und Tilman mit der Kraft seines 3 Jahre älteren Gegners.

Damit konnten wir den Sachsencup mit großem Abstand auf den zweiten Verein vorerst in Groitzsch halten. 8 erste Plätze, 4 Zweite und 2 Dritte und damit alle 14 Kämpfer auf dem Treppchen, ist eine Bilanz die sich durchaus sehen lassen kann.

Kader trainiert mit Mourad Benabdallah

Winterschlaf vorbei. Am zweiten Januarwochenende waren der Landeskader Fighting und einige interessierte Wettkämpfer eingeladen, ihr Repertoire im Boden zu erweitern. Und wer könnte das besser vermitteln, als der BJJ Experte und zweite Dan im JJ Mourad „Le fennec“.  Schon die Erwärmung war eine Herausforderung, zumindest für einen alten Knochen wie mich.  Die flüssige Eleganz, mit der der erfolgreiche Wettkämpfer und WM Teilnehmer seine Übungen demonstrierte war beeindruckend, der Ehrgeiz der Teilnehmer es ihm gleich zu tun auch und so dauerte es nicht lange, bis der Dojo dampfte.

Mourad zeigte an zwei Tagen eine kleine Auswahl. Take downs, die auch überlegene Part II Kämpfer zu Boden bringen, Varianten in der Guard und an der Guard vorbei, Hebel und Würgen aus verschiedensten Ausgangssituationen. Zur Festigung und Anwendung gab es nach jeder Einheit ein paar Runden Randori. Nach zwei Tagen waren alle Gis schweißnass und ihre Träger ausgepowert. Klares Feedback, das war ein toller Lehrgang und jeder hat etwas mitgenommen.

Nächstes Mal gehts wieder in die Vertikale und dann wird wieder ein Spezialist aus dem Nähkästchen plaudern. Mehr wird (noch) nicht veraten.