Landes-Kyu- und Dan-Prüfung 2012

Klar haben sich alle gut vorbereitet und es gibt überhaupt keinen Grund zur Nervosität. Ist doch außerdem Hobby und gar nicht so wichtig, oder? Klar ist aber auch, der Dojo vibriert. Geprüft werden soll auf drei Matten, vom vierten Kyu bis zum dritten Dan. Um halb Neun sollten wir da sein, Unterlagen und Pässe prüfen, Gebühren bezahlen und umziehen. Also geht es wieder mal bei Sonnenaufgang los. Das muß das fernöstliche an unserem Sport sein. Dann Angrüßen. Die Prüfung ist wohl doch wichtig, schliesslich bestimmt sie deinen Platz in der Reihe. Die acht Prüfer werden vorgestellt. Unsere drei Kandidaten landen auf Matte drei bei Bernd und Nicole. Das ist gut.  Bei einem alten Schlachtroß wie Bernd Herrmann sind die Jungs bestens aufgehoben. Es wird erfreulich wenig unterbrochen und diskutiert. Ab und zu ist ein Perspektivwechsel nötig und manchmal auch ein kurze Erklärung. Das geht in Ordnung. Neben Felix, Tilman und Leo, die den Blaugurt erwerben möchten, sind drei Gelbgurte aus Kamenz sowie Ralf und Isabella aus Freiberg mit von der Partie. Der Groitzscher Nachwuchs zeigte eine ansprechemde technische Leistung und das Bestehen der Prüfung stand außer Frage. Tilman zeigte meiner Meinung nach die rundeste Prüfung und blieb lässig bis zur Nachlässigkeit. Die Entsorgung von Waffen und Pratzen nach der Technik werden wir jedenfalls in unser Trainingsprogramm aufnehmen müssen. Leos einhändige Festlegetechnik saß ebenfalls fest, da half auch Bernds Kritik nicht. Aber bei so mancher Wurftechnik war das Prüfungskollegium sichtlich zufrieden.

Ein Blick auf die anderen Matten lohnte. Die Meisten waren gut, einige sehr gut vorbereitet. Aber nicht alle und so gab es doch am Ende ein paar enttäuschte Gesichter. Macht Euch nichts draus.Klar hatten sich alle gut vorbereitet und es gab überhaupt keinen Grund zur Nervosität. Ist doch außerdem Hobby und gar nicht so wichtig, oder?

Trainingsausfall in den Herbstferien

Vom 22.10. bis zum 4.11. fällt das Training für die Trainingsgruppe 1 am Dienstag und Freitag für die Trainingsgruppe 2 am Montag und Freitag und für die Trainingsgruppe 3 am Montag und Freitag aus! Das Training für die Erwachsenengruppe und das Fighting Team findet weiter planmäßig statt!
Informationen zu Trainingsgruppen und Zeiten stehen im Trainingsplan!

9. Platz bei German Open 2012

Die German Open in Hanau sind ein Höhepunkt im Wettkampfjahr. Mit knapp 750 Fightern und 110 Duopaaren sind an den beiden Tagen annähernd tausend Wettkämpfer auf den 10 Wettkampfflächen. Die kommen nicht nur aus dem gesamten Bundesgebiet sondern aus halb Europa. Groitzsch war dabei.

Vor vier Jahren bin ich mit Tilman alleine gefahren. Da haben wir Erfahrung mitgenommen. Ebenso vor drei Jahren. Letztes Jahr waren es schon vier und eine erste Bronzemedaille kam mit zurück. Und diesmal waren esdoppelt so viele wie im Vorjahr. Albert fiel leider wegen Krankheit kurzfristig aus, dafür war Tony Zimmermann aus Zittau mit an Bord. Für die ebenfalls angereiste Elke Prause gab es leider keine Gegnerin. Die Bilanz kann sich sehen lassen:

Tony: leider nur ein Gegner, den hat er aber im Hin- und Rückkampf weidgerecht zerlegt (jeweils 14:0 mit starker Performance in II und III) => Gold

Tilman: vier Kämpfe, die ersten drei sauber gewonnen. Den Dritten in nur 35 Sekunden um seinen Daumen zu schonen. Den vierten konnte er wegen einer Verletzung am Daumengrundgelenk leider nicht mehr machen, deshalb „nur“ Dritter => Bronze.

Linus: die Klasse wurde bis 34kg aufgespreizt (Linus hat 27kg). In der U10 doch etwas arg großzügig. Der Junge hatte zu beißen und hat nach vier  Kämpfen ebenfalls den dritten Platz erreicht. => Bronze

Jana: Landete genau in der Mitte ihrer Klasse auf Platz 7 und ist für nächstes Mal hoch motiviert.

Max: hat sich in einem Feld mit 20 Startern zäh durchgebissen und einen sehr respektablen siebten Platz erreicht.

Leo: lief nicht so toll. Er flog im ersten Kampf bei Führung wegen zweier leichter Kopftreffer (normalerweise Ippon, hier sehr streng Chui => Hansokumake) raus und hat sich leider noch einen Kampf knapp abnehmen lassen. Da wäre mehr drin gewesen.

Alex: tapfer gekämpft. Andere Matte, zwei klare Geraden zum Kinn kassiert, nur eine geahndet und knapp verloren. Den zweiten Kampf schön gefightet 17:17 aber leider weniger Ippons. Fehler in Part III (Backmounts) Aber ich denke, er hat seine Angst vor diesem Turnier verloren.

Vivienne kämpft erst seit diesem Jahr und hat einen Kampf gewonnen und wurde Vierte von Fünfen.

Damit waren wir bei den Newcomern  immerhin auf Platz neun im Medaillenranking, noch vor Sachsen-Anhalt und Thüringen. Nächstes Jahr werden wir wohl, in hoffentlich noch größerer Besetzung, an beiden Tagen in Hanau kämpfen.

Danke an alle Heldenkrieger* sowie  René und den Martini-Clan für die Unterstützung.

 *s. Paul Stewart, Muddelerde

Lehrgangswochenende in Leinefelde

Der Grömaz* hatte Nebelbomben geworfen aber die Desinformation wurde entlarvt und alle waren pünktlich. Also auf nach Leinefelde. Drei Lehrgänge an zwei Tagen, wer wollte der konnte.

Ne Waza, die an BJJ angelehnte neue Form des Bodenkampfes wurde vorgestellt. Kann man machen, werden wir aber lassen. Das ganze ist reichlich vertrackt und nicht annähernd so spektakulär wie das JJ Fighting System. Trotzdem Dank an Susanne Warmuth, die das Ganze kompakt und kurzweilig vorgestellt hat.

Spannender war da schon zweite Teil des ersten Tages. Während die Jüngeren Juju, großartig verkörpert von Fabian Eckert, traktierten hatten die Alten Haudegen Spass mit Günter Beier. Der überaus handfeste 6. Dan aus Baden zeigte Möglichkeiten und Grenzen der SV auf.  Keine Kampfkunst und verschwurbelten Hebelketten, nein hier gab es ganz klassisch was auf den Pelz. Ein bisschen Leidensbereitschaft brauchte es da schon aber die Freude am Ursprünglichen stand doch deutlich in den teils geröteten Gesichtern. Die Kategorie Messerabwehr war hingegen sehr ernüchternd. Einem guten Messer nicht ganz blöd geführt ist kaum beizukommen. Besser man weiss das.

Mit mehr als vierzig Personen fielen wir abends im Johannitergut Beinrode ein. Grillen im Freien aber essen konnte man auch drin. „Redest Du eigentlich gerne mit Frauen?“ fragt da der Maxer. Ja Max. Aber das war nicht immer so.

Am Sonntag dann Fighting mit Maik Poser. Das ist immer auch ein Kampf gegen den inneren Schweinhund. Äußere Schweinhunde waren ebenfalls unterwegs und so knockte Maik mich, Tilman und Ingo sich gegenseitig aus. Überhaupt wurde fleissig gehauen und gerauft. Alles in Allem also wieder ein tolles Wochende. Tagsüber mit den Jungs raufen und abends mit den Frauen reden, was will man mehr?

*Größter Manager aller Zeiten